Sonntag, 27. Mai 2018

Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen - Dan Josefsson

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 Der Serienkiller, der keiner war 

Die unglaubliche Geschichte des Mannes, der als gefährlichster Serienkiller Schwedens galt.
Der schwedische Drogenhändler und Kleinkriminelle Sture Bergwall wird Anfang der 90er Jahre in die forensische Abteilung einer der größten psychiatrischen Kliniken des Landes eingewiesen. Unter dem Einfluss seiner Therapeuten gesteht er eine Vielzahl von Morden und wird verurteilt. Doch nichts davon ist wahr - einer der größten Justizskandale der Geschichte.

Verlag: btb
Seitenzahl: 590, wobei die Literaturliste im Anhang bei Seite 561 beginnt
Preis: 12€

Zum Cover: 

Auf dem Cover sieht man einen weißen Wald vor schwarzem Hintergrund. Es sieht aus, als würden die Bäume mit einer hellen Taschenlampe angeleuchtet werden, was mir sehr gut zu dieser Art Buch zu passen scheint. Der Titel und Untertitel sind in herausstehenden Buchstaben gedruckt, sodass man sie fühlen kann, wenn man über das Cover streicht. Das Rot im Titel scheint das eigentliche Wort "Serienkiller" nochmal bedrohlicher hervorstehen zu lassen.
Alles in allem ist das Cover schlicht gehalten, aber es verleiht dem Betrachter eine gewisse Neugier, das Buch zu lesen. 

Meine ersten Gedanken:

Das Buch erinnert mich sehr an "Von Mr. Holmes zu Sherlock" von Mattias Boström, das ich auch schon einmal vorgestellt habe. Eigentlich ist es sogar vom gleichen Verlag und das Cover ist diesem sehr ähnlich.  


Von Mr. Holmes zu Sherlock

 Auch die Art des Buches ist nahezu vergleichbar. Es ist sehr sehr sehr sehr viel recherchiert worden. Bei Dan Josefssons Buch gibt es sogar eine ellenlange Literaturliste und Fußnoten, die dahin führen und jeden Fakt beweisen, der im Buch aufgegriffen wird.
Mattias Boströms Buch war spannend, weil ich mehr über Sherlock erfahren wollte, jedoch habe ich sehr lange daran zu beißen gehabt, weil es sehr detailliert und lang war. 
Dan Josefssons Buch hat mich zuerst interessiert, weil ich an Psychotherapie interessiert bin und wissen wollte, wie sie den Mann dazu gebracht haben, die Morde zu gestehen, ohne, dass er sie überhaupt begangen hat.
Bis dahin bin ich leider nicht gekommen. Ich habe den ersten Teil gelesen (es ist in 3 unterschiedlich lange Teile aufgeteilt) und musste es abbrechen. Es gab unterschiedliche Gründe, warum dieses Buch und ich nicht bis zum Ende gehen konnten. Erstmal, was an mir liegt, hat mich die Neugier überzeugt. Dabei habe ich nicht daran gedacht, dass ich eigentlich keine Thriller mag und dieses Buch nicht als Thriller angesehen. Was es ja auch nicht wirklich ist.
Es ist mehr eine Nacherzählung von dem Justizskandal mit erzählerischen Elementen. Damit kam ich nicht wirklich klar. Die vielen sachlich recherchierten Aspekte haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Da hat mich nicht einmal die Neugier, wie die Therapeuten das geschafft haben, überzeugen können ,weiterzulesen.
Das tut mir sehr Leid, weil das Buch wirklich lang ist und Dan Josefsson so viel Arbeit darein gesteckt haben muss. Ebenso war der Teil, den ich gelesen habe, stellenweise wirklich ekelerregend, sodass ich nicht weiterlesen konnte oder einige Teile überspringen musste. 
Ich möchte nicht wirklich auf den genauen Part eingehen, jedoch wurden Mord und Vergangenheit ziemlich detailliert beschrieben, so wie alles andere auch in diesem Buch.
Ein weiterer Aspekt, der mich vom Weiterlesen abgehalten hat, war, dass vieles im Konjunktiv und in "Häkchen" geschrieben wurde, weil es Meinungen oder Aussagen waren, die zitiert wurden. 
Fast schon wie eine wissenschaftliche Arbeit und keine Erzählung.

Fazit: 

Ich habe dieses Buch nicht zuende gelesen. Nicht mal annährend. Deshalb kann ich keine richtige Meinung dazu abgeben. Ich kann nur das kommentieren, was ich bis jetzt gelesen haben und zu mir hat es nicht gepasst. Das heißt nicht, dass andere es nicht in one sitting durchlesen könnten. 
Es war einfach nicht meine Art Buch, aber ich finde es gut, dass ich hineingelesen habe, denn jetzt weiß ich, dass diese Art Bücher nichts für mich sind.


Montag, 30. April 2018

Rezension: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden - Genki Kawamura


Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden


  💓💓💓💓

 "Wie wäre es wohl, wenn alle Katzen von der Welt verschwänden?

Wie würde sie sich verändern?

Wie würde mein Leben sich verändern?

Und wenn ich auf einmal von der Welt verschwände?

Würde wie immer ein neuer Morgen anbrechen,

ohne, dass auf der Welt sich etwas verändert hätte?" 

 

Preis: 18€
Seitenzahl: 190
Verlag:  C. Bertelsmann

Über das Cover:

First of all haben die Kirschblütenzweige, die von allen Seiten in das Cover hineinhängen, meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Sie stehen in einem wunderschönen Kontrast zu dem Grünblauton des Hintergrunds. Außerdem sieht dieses Loch, in dem der Titel steht, nicht nur so aus, wie ein Riss im Cover, der Teil fühlt sich auch komplett anders und glatter an, als das ursprüngliche Cover.
Ein wunderschönes und bemerkenswertes Cover.

Über den Klappentext:

Der Klappentext hinten auf dem Buchrücken ist sehr kurz und unklar gehalten, was mir gut gefällt. Der Text jedoch, der innen auf der Lasche des Buchmantels steht, ist sehr detailiert und verrät fast die komplette Geschichte, was mir nicht so gut gefällt, da das Ende erahnbar war (deshalb habe ich ihn hier auch nicht der Rezension beigefügt).

Über den Schreibstil:

Genki Kawamura hat einen sehr erfrischenden Schreibstil. Teilweise sind Gespräche fast wie Dialoge geschreiben. Nichts mit "sagte er" und so, einfache Aussagen untereinander. Das hat wirklich Schwung ins Lesen gebracht und mir Spaß gemacht.

Meine Meinung:

Ein schönes Buch, zwar etwas kurz und die Hauptperson war mir doch noch lange fremd, doch als ich am Ende angekommen war, habe ich ihn verstanden und die Moral, die das Buch mit sich zog, dass es nicht um materielle Dinge geht, sondern um Familie und Freunde und Liebe, ist sehr sehr schön gelungen.


Freitag, 20. April 2018

Rezension: Die Seefahrerin - Catherine Poulain

"Eine solche Frau hat die große Geschichte des Abenteurromans noch nie gesehen." - Elle 

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Die Seefahrerin 

 Die Geschichte einer überwältigenden Sehnsucht.
"Ich mag es, frei zu sein, dort hinzugehen, wo ich hinwill. Ich will nichts andere, als dass man mich ziehen lässt."

Lili ist frei. Sie hat ihr Leben hinter sich gelassen. Vor der Westküste Alaskas fährt sie als einzige Frau mit der Fischfangbesatzung der Rebel über den Ozean. Sie ist dem eiskalten Wind des Meeres ausgesetzt, spürt das Salz auf der Haut, schuftet, verletzt sich, schläft an Deck des Schiffes, geht an ihre Grenzen - und wird Teil der rauen Welt der hartgesottenen Matrosen. Doch einer unter ihnen ist anders als alle anderen: Lili und Jude ziehen sich magisch an, ihre Beziehung ist intensiv, fordernd, fast zerstörerisch. Als er sie bittet, mit ihm fortzugehen, muss Lili sich entscheiden zwischen der grenzenlosen Freiheit der Meere und der vielleicht größten Liebe ihres Lebens. 

Seitenzahl: 411
Verlag: btb
Preis: 21€

Warum ich das Buch lesen wollte:

Freiheit. Ich wollte gern von Freiheit lesen und dabei eine stürmische Romanze erleben. 

Letztendlich:

Meiner Meinung nach, gibt es keine schlechten Bücher. Es gibt Bücher, die für mich schlecht oder gut sind, doch meine Meinung kann doch nicht für alle anderen bestimmen. Ich kann nicht sagen, dass ein bestimmtes Buch schlecht ist und man es nicht lesen sollte, das jeder Mensch ein Individuum ist und ich das nicht für andere bestimmen kann. 
Also aufgrund meiner Vorstellung von dem Buch, die sich nicht erfüllt hat und ein paar anderer Faktoren, die mich gestört haben, war dies für mich ein schlechtes Buch. Es hat einfach nicht zu mir gepasst, sodass ich es nicht beenden konnte.

Meine Meinung: 

Erstmal, das Buch hat ein wunderschönes Cover. Es sieht aus, als wären die Möven von einer Person fotografiert worden, die halb im Wasser ist. Sogar die Kamera ist mit einer Ecke unter Wasser. 

Zum Inhalt: Der Schreibstil von Catherine Poulain hat mir leider gar nicht gefallen, was vielleicht auch an der Tatsache liegen könnte, dass es aus dem Französischen übersetzt wurde und bei Übersetzungen immer wieder etwas verloren geht.
Jedenfalls war fast alles in abgehackten kurzen Sätzen geschrieben. Für eine gewisse Zeit geht das gut, aber nicht durch das ganze Buch hinweg.
Die Protagonistin Lili war mir nicht besonders sympartisch. Sie war still und irgendwie wusste ich selbst nach mehreren Kapiteln nichts über sie. Außerdem ist hinten auf dem Buch ein Bild einer älteren Frau, die emotionslos in die Kamera guckt. Ich wünschte, ich hätte das nicht angesehen, denn ab dann konnte ich mir Lili nicht mehr anders vorstellen und ich mag es, mir meine Charaktere selbst auszumalen.
Außerdem hatte das Buch konstant, so weit, wie ich gelesen habe, eine seltsam tranige Atmosphere, da wenig Gedanken und Gefühle geäußert wurden.
Alles in allem war dies kein Buch für mich und vielleicht werden wir beide es noch irgendwann mal miteinander versuchen, doch für jetzt lässt sich sagen, dass es mir nicht gefallen hat und ich es im Moment auch nicht weiterlesen möchte.


Mittwoch, 11. April 2018

Rezension: Liebe zwischen den Zeilen - Veronica Henry

"Bücher sind nur dickere Briefe an Freunde" - Jean Paul

💓💓💓💓💓


Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städchen Peasebrook ist sie eine Begegnungstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter - der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe... 

Verlag:  Diana
Preis: 9,99€
Seitenzahl: 366


Über das Cover:

Eigentlich hat das Cover mich erstmals auf das Buch aufmerksam gemacht. Ich finde Bilder von Büchern oder Buchläden sehr ästhetisch, sie geben mir das Gefühl, eine Leidenschaft gefunden zu haben. Auf dem Cover sieht man den Buchladen Nightingale Books (jedenfalls stelle ich ihn mir so vor) und der Titel und das Genre sind wunderbar in das Bild verarbeitet. Ich könnte mir das Cover für lange Zeit einfach nur ansehen, um die Buchtitel von den winzigen Büchern im Schaufenster zu entziffern und mich zu fühlen, als stände ich wirklich vor dem Laden.

Über den Plot:

Als ich das Buch endlich bei mir zu Hause liegen hatte, habe ich mir den Klappentext nochmal durchgelesen und hatte kurz Angst, dass es doch ein Buch sein würde, was mir nicht gefallen könnte. Die Wörter Ruin und Großinvestor haben mich denken lassen, dass es vielleicht nicht das Richtige sein könnte. Daher hat "Liebe zwischen den Zeilen", obwohl ich es vorher so sehr lesen wollte, erstmal etwas Zeit in meinem Bücherregal verbracht. Doch als ich angefangen habe zu Lesen, war ich beruhigt, dass ich mit meiner Angst komplett falsch gelegen hatte.
Zuerst hat mich der Charme von der kleinen Stadt Peasebrook in seinen Bann gezogen. Ich habe sie mir ein wenig wie Cornwall vorgestellt. Zwar gibt es kein Meer, aber trotzdem hat die kleine Stadt mit ihren Läden mir den selben Eindruck von der Atmosphere gegeben.

Über die Charaktere: (teilweise Spoiler!!!)

Julius Nightingale und Emilias Mutter waren sind mir sehr ans Herz gewachsen, auch, wenn man nur im Rückblick von ihnen erfährt. Ich finde es besonders spannend, dass man erst im Laufe der Geschichte erfährt, warum Emilias Mutter nicht mehr da ist.
Emilia Nightingale war mir am Anfang ein bisschen zu kurz angebunden und zu sehr ein Stadtmensch. Irgendwie hat sie nicht so richtig nach Peasebrook gepasst, jedoch hat sich das im Laufe der Geschichte komplett geändert.
Ich finde es auch gut, dass die Geschichte sich nicht nur um Emilia dreht, sonder auch um viele andere Menschen aus Peasebrook, die mit dem Bücherladen und Julius verknüpft sind. 
Thomasina, Bea, Sarah, June und noch viele mehr kamen mir vorher fremd vor, doch während des Lesens war es eine erfrischende Abwechsung von ihren Leben zu lesen und wie sie sich entwickelten. Die Entwicklung der Charaktere sind nämlich das Herrausragende. Ich war froh, dass sie alle ein Happy End hatten. Ich mag Bücher mit Happy End und hier war es genau das richtige und sehr zufriedenstellend. 
Besonders über Dillon und Thomasina habe ich mich gefreut, wenn wieder ein Kapitel über sie kam. 
Dillon, weil er ungefähr in meinem Alter ist, sich jedoch schon so reif und erwachsen im Bezug auf Alice verhält, dass es mich beeindruckt hat. 
Thomasina, weil auch ich ein schüchterner Mensch bin und ich begeistert über ihre Fortschritte war, wie zum Beispiel, als sie auf Julius´ Trauerfeier vorgelesen hat. 

Allgemein:

"Liebe zwischen den Zeilen" hat eine sehr erfrischende Wirkung auf mich gehabt. Ich konnte die Kapitel nur so überfliegen und, wenn ich mal nicht darin gelesen habe, musste ich trotzdem über die Charaktere und Peasebrook nachdenken. Alles in Allem ein sehr gelungenes Buch, das durch meine anfänglichen Zweifel sich doch als Schatz herausstellte. 
Ich würde dem Buch 5 von 5 Sterne geben.

Montag, 19. März 2018

Rezension: Es war einmal im Fernen Osten - Xiaolu Guo

Ein Leben zwischen zwei Welten

💓💓💓 💓

Es war einmal im Fernen OstenDer faszinierende Weg einer Frau aus einer chinesischen
Fischerhütte in die Metropolen des Westens.
Es ist kein einfacher Start ins Leben: 
Gleich nach der Geburt geben die Eltern, glühende Anhänger Maos,
ihre Tochter Xiaolu in die Obhut eines armen Bauernpaares. Zwei 
Jahre später landet die halbverhungerte Kleine bei den 
Großeltern in einem Fischernest am Ostchinesischen Meer.
Ein Jahr später stirbt der "Große Vorsitzende", und in
China beginnt ein dramatischer gesellschaftlicher Wandel,
der Xiaolu Guo die Möglichkeit eröffnet, als Autorin und Filmemacherin zwischen den Welten zu leben.


Verlag: Knaus
Preis: 24€
Seitenzahl: 366

Erster Eindruck: 

Normalerweise gefallen mir Bücher, die das Gesicht einer echten Person auf dem Cover haben, nicht so sehr, weil sich meine Fantasie bei der Vorstellung der Hauptpersonen eingeschränkt fühlt. Da dieses Buch jedoch eine Art "Autobiografie" ist, konnte ich beim ersten Draufgucken noch mal darüber hinwegsehen :)
Das Cover wurde eigentlich relativ schlicht gehalten, was mir sehr gut gefällt, da es auch zu der Autorin und dem Charakterteil von ihr, den ich im Buch kennengelernt habe, passt. Außerdem ist nur die Hälfte von Xiaolus Gesicht zu sehen, sodass man immernoch etwas Freiraum hat, sie sich vorzustellen.
Das Buch an sich ist in mehrere Teile gegliedert, die meist mit einem Ortswechsel oder einem neuen Lebensabschnitt von Xiaolu folgen. Dabei gefällt mir sehr gut, dass bei jedem neuen Abschnitt ein Foto von Xiaolu eingefügt wurde.

Meinung: 

Allgemein hat mich die Geschichte von Anfang an sehr interessiert, da sie mich ein bisschen an "Schwarze Magnolie" (hier zur Rezension) erinnert hat. Inhaltlich und auch vom Schreibstil her, war Xiaolus Buch jedoch komplett anders.
Zum einen hat es mir sehr gut gefallen, wie objektiv sie von ihrer Kindheit erzählt hat. Sie hat nichts beschönigt und keinen Teil ausgelassen, auch wenn es einige Male nicht schön zu lesen war, was sie erzählte. Aber das gefällt mir am Besten, so kann man am besten mitfiebern.
Zum anderen hat sie aber auch Gefühle reingebracht, die sie gegenüber Personen hatte, zu der Zeit, wo sie zum Beispiel bei ihren Eltern gewohnt hat, aber auch heute.
Nicht so gut hat mir gefallen, dass zum Beispiel die Geschichte vonXiaolu in der Obhut des Bauernpaares ganz ausgelassen wurde. Natürlich war das, als sie noch ganz klein war und sie hat keine Erinnerung mehr daran, aber dafür, dass es im Klappentext so lang und breit erwähnt wurde, hätte ich etwas mehr über diesen Lebensabschnitt erwartet. 
Trotzdem ließ sich das Buch sehr schnell und leicht lesen. Manchmal, wenn ich aufhörte zu lesen, blieben meine Gedanken an der Geschichte hängen und ich musste irgendwann weiterlesen. Das sind die besten Bücher, die das mit mir machen.  
 

Sonntag, 11. März 2018

Rezension: Mein Buch - Katja Scholtz

💓💓💓💓💓

Mein Buch

"Mein Buch", das von Katja Scholtz entworfen wurde, ist ein ähnliches Buch, wie "Dieses Buch macht nicht glücklich, aber weniger traurig" von Lee Crutchley. Es ist eines dieser Mitmachbücher, in denen es um ein bestimmtes Thema geht und der Leser dafür seine Gedanken aufschreiben kann. Wo es bei Lees Buch eher um das Glücklichwerden und Fragen zu meinem Leben ging, dreht sich "Mein Buch" um das Schreiben an sich. Es gibt 100 Fragen oder Aufgaben, über die man schreiben kann.
Wenn man interessiert am Schreiben ist und einen kreativen Kopf hat, ist das Buch eine gute Hilfe, um seinen Schreib-Horizont zu erweitern.

Verlag: Diana
Preis: 15€

 Cover und Aussehen: 

Das Dunkelblau, in das das ganze Hardcover gehüllt ist, ist ein echter Augenfang. Mir gefällt besonders die minilalistische Gestaltung. Das heißt, man sieht nur eine Zeichnung von einem Füller, die einen Hinweis auf weitere Zeichnungen in diesem Stil gibt und den Titel "Mein Buch". 
Es ist sehr schön, dass kein Verlag, kein Klappentext, nichts auf dem Buch steht, außer dieser Titel. Das gibt mir mehr das Gefühl, dass es wirklich MEIN Buch ist.
Das Gummibändchen, mit dem das Buch geschlossen gehalten wird und das rote Lesezeichen sind sehr praktisch und schick, genauso, wie die kleine Tasche ganz hinten, wo man Notizzettel oder ähnliches verstauen kann.

Meinung: 

Ich habe schon einige dieser Bücher bekommen, doch jedes drehte sich um ein anderes Thema. "Mein Buch" dreht sich einfach und allein um das Schreiben. 
Die Aufgaben darin sind sehr kreativ. Es braucht natürlich Zeit, sie alle auszufüllen, doch das ist ja auch das Schöne daran. Man kann immer mal wieder zurückblicken und darüber lächeln, was man schon geschrieben hat. 
Damit ihr es euch besser vorstellen könnt, was in dem Buch vorgeht, möchte ich euch zwei Aufgaben vorstellen, die meine Aufmerksamkeit sofort erregt haben: 

Sammle spontan 25 Wörter, die Dinge aus deiner Kindheit beschreiben. ( Auf den nächsten zwei Seiten ist eine Liste mit 25 Stichpunkten, in die man die Begriffe eintragen kann, was bei mir zum Beispiel so anfing: )

1. Haustiere
2. Ägypten
3. Malen
4. Ballett
5. Barbie
6. Die Wilden Hühner
...

Dabei kann man ganz und gar man selbst sein und das finde ich das Schöne daran. Natürlich gibt es nicht nur Listenaufgaben, sondern auch sehr kreative: 

Ein Mann erhält den Anruf einer Frau, die sich verwählt hat. Unerwartet endet das Telefonat mit einer Verabredung. Schreibe das Gespräch auf.

M: Hallo, Günther am Telefon?
F: Hallo, ich würde gerne etwas bestellen. Eine große Pizza Salami mit extra Käse bitte.
M: Entschuldigung, ich glaube, da haben Sie sich verwählt.
F: Oh, wie peinlich. Bitte entschuldigen Sie die Störung.
M: Ach, das macht doch nichts. Ich kann ja eh nichts anderes tun, als hier zu sitzen. Da ist Ihr Anruf eine schöne Abwechslung.
...

Samstag, 17. Februar 2018

Rezension: Dolce Vita für Fortgeschrittene - Dori Mellina

Rezension: Dolce Vita für Fortgeschrittene - Dori Mellina

Alles amore? Deutsch-italienische Liebe mit Hindernissen

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 Dolce vita für Fortgeschrittene

 Mann, Kind, Job in der Pharmaindustrie: Exil-Italienerin Laura scheint sich ganz passabel eingerichtet zu haben in ihrem deutschen Leben. Doch als sie eine Agentur gründet, die auch nördlich der Alpen für mediterranes Flär sorgen will, wird aus den ewigen Konflikten mit Freund Martin eine echte Krise. Und prompt lernt Laura den vielleicht perfekten Mann kennen - natürlich einen Italiener...

Seitenzahl: 320
Preis: 10,00€
Verlag: btb
Zum Buch :)


Über das Äußere: 
Weiß, Rot und Grün. Das sind die Farben der italienischen Flagge. Aber das sind auch zufällig genau die Farben, mit denen das Cover dieses Buches dekoriert wurde. Besonders auffällig sind die Schrift und die Gegenstände, die, wenn man das Buch gegen das Licht hält, verheißungsvoll schimmern und funkeln.
So wirkt das ganze Buch irgendwie edel und wie etwas besonderes.
Ehrlich gesagt bin ich einer dieser Menschen, die nicht auf den Spruch "Don´t judge a book by it´s cover" hören. Ich bin eine sehr überzeugte Cover-Judgerin.
Jedenfalls muss ich zugeben, dass, nachdem das Cover meine Aufmerksamkeit erregt hatte, ich schon entschieden hatte, dass ich dieses Buch lesen wollte.

Meinung: 

Ich weiß nicht, ob es der Schreibstil oder das Thema war. Eines von beiden hat mich jedenfalls nach den ersten paar Seiten stocken lassen. Ohne, dass ich es wollte, ist mir irgendetwas belangloses eingefallen, was ich noch zu tun hatte und das Buch hat mich nicht davon abgehalten, es zu tun.
Gute Bücher können das. Also gute für mich.
Dieses Buch war leider nicht so meins. Es gibt viele Fußnoten, die das Lesen irgendwie anstrengend gemacht haben und beendet habe ich es somit auch nicht.
Es liegt wohl eher an meinem Geschmack, dass mir die Stroy nicht gefällt, denn ich habe viel Gutes über das Buch gehört.
Ich würde dem Buch 1 von 5 Sternen geben.



















Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen - Dan Josefsson

 💔     Die unglaubliche Geschichte des Mannes, der als gefährlichster Serienkiller Schwedens galt. Der schwedische Drogenhändle...