Samstag, 11. Februar 2017

Rezension: Das Herz ist ein gutes Versteck - Ranka Keser

Rezension: Das herz ist ein gutes Versteck - Ranka Keser

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Wie lange kann man sich vor der Liebe verstecken? Liebe ohne Schmerz gibt es nicht, das weiß Rieke aus Erfahrung. Deshalb genießt sie ihr unabhängiges Leben. Bis sie auf einem Klassentreffen Werner wiederbegegnet, der ihr ein überraschendes Angebot macht: Wenn sie vor seiner Familie die Frau an seiner Seite spielt, beteiligt er sie an seinem umfangreichen Erbe. Rieke willigt ein und muss schon bald feststellen, dass ihr Herz nicht so fest verschlossen ist, wie sie glaubt.

Preis: 9,99€
Verlag: Diana
Seiten: 380

Cover und Äußeres: Mir gefällt das Cover ganz gut, weil es mit der Kleidung und den Schuhen einen Bezug zur Geschichte hat und verspielt aussieht.

Meinung: Die ganze Geschichte hat mich sehr an "Das Schicksal wartet beim Friseur" von Anna Jansson erninnert. Zwar ähneln sich die Geschichten kaum, dennoch war die Atmosphäre ähnlich. Zu Anfang hatte ich ziemliche Probleme mich mit den Charakteren warm zu laufen. Pierre ist mir von Anfang an auf die Nerven gegangen, weil er sich teils wie ein Teenager aufführt, obwohl er schon erwachsen ist. Er hat viele Prarallelen mit Ricky aus "Das Schicksal wartet beim Friseur", hat jedoch eine komplett andere Wirkung auf mich.
Rieke ist in Ordnung, doch irgendwie sind einige der Witze, die sie macht, überhaupt gar nicht lustig und die Gespräche mit ihrer Freundin Saskia verwirrend und inhaltslos.
Werner. Vielleicht liegt es an mir, aber ich kam zuerst gar nicht mit dem Namen klar und der Tatsache, dass er deutsche Musik hört, aber das ist in Ordnung. Er ist schließlich ein paar Jahrzehnte älter als ich.
Dann gibt es da eine Geschichte aus Riekes Vergangenheit, die mit einem gewissen Gregor zu tun hat. Jedoch wird sie immer wieder angeschnitten und relativ zum Ende hin aufgelöst. Klar, man wollte hier die Aufmerksamkeit des Lesers behalten, aber irgendwie war die Situation ehrer wie diese: Jemand redet mit dir und sagt: "Ich muss dir da unbedingt etwas erzählen." Dann geht er weg. Diese wiederholt sich jeden Tag und du versuchst es zu ignorieren, aber irgendwann regt es dich nur noch auf.
Mit den anderen Charakteren wie Riekes Familie und Werners Großonkel Wilfried kam ich ganz gut klar, auch wenn sie verwirrend waren und nicht immer nachvollziehend gehandelt haben.
Wenn man sich ein wenig warmgelaufen hat, lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Jedoch habe ich das Gefühl, der Funke ist nicht so ganz übergesprungen. Werners Beleidigtsein am Ende war schon etwas kurios und es schien, als hätte es das Buch nur unnötig gestreckt.
Gut gefallen haben mir die kleinen Lehren über Vergebung, Liebe und Enttäuschung.

 Ich würde dem Buch 2/5 Sternen geben.



























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