Mittwoch, 28. Juni 2017

Rezension: Das Geheimnis der Psyche - Leon Windscheid

- Wie man bei Günther Jauch eine Million gewinnt und andere Wege, die Nerven zu behalten (Hörbuch)


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Das Geheimnis der Psyche 

Er hat kein Supergehirn und bezeichnet sich selbst als normal schlau. Trotzdem gewann Leon Windscheid die Million bei "Wer wird Millionär?". Für dieses Zeil hat er lange trainiert und dabei auf seine große Leidenschaft gesetzt: Die Psychologie.
Seit Jahren interessert sich der Psychologe, Wissenschaftler und Jungunternehmer für die Geheimnisse der Psyche: Wie wirkt Werbung, woran erkennt man Lügner, wodurch lassen sich Menschen beeinflussen, und wie bleibt man cool, wenn man plötzlich bei Günther Jauch auf dem Stuhl sitzt? Anhand von vielen Erlebnissen und Erfahrungen belegt Leon Windscheid, dass jeder von uns andauernd - meist unbewusst - Pychologie betreibt, und bietet einen Werkzeugkoffer fürs Gehirn voll ausgefuchster Psychotricks, mentaler Kniffe und Kopfmethoden.

Verlag: Random House Audio
Anzahl der CD und Spielzeit: 4 CDs, 4 Stunden 41 Minuten Spielzeit
Preis: 19,99€
Zum Verlag: 

Woher kam das erste Interesse...  

Da ich seit einigerzeit das Thema Psychologie interessant finde, wurde mir dieses Hörbuch vorgeschlagen. Zudem finde ich die Unterschrift "Wie man bei Günther Jauch eine Million gewinnt und andere Wege, die Nerven zu behalten" ziemlich spannend.

Wie wurde das Hörbuch umgesetzt?

Der Autor Leon Windscheid liest sein Buch selber vor. Bei Hörbüchern gibt es bei mir immer eine 50/50 Chance, dass es mir gefällt. Und dabei kommte es vollkommen auf die Stimme und Betonung des Vorlesers vor. Zum Beispiel Harry Potter. Seitdem ich die Fassung von Rufus Beck gehört habe, kann ich mir keinen anderen Vorleser mehr anhören, der Harry Potter liest.
Leon Windscheids Stimme ist für mich sehr angenehm. Man hört richtig die Leidenschaft heraus, die aus ihm bricht, während er sein Buch vorliest. Auch die witzigen Stellen werden gerade durch seine Art des Vorlesens noch lustiger.

Meine Meinung:

Ich bin mit der Erwartung an das Hörbuch herangegangen, dass es sich um das Thema von Leon Windscheids "Wer wird Millionär - Besuchs" dreht. Jedoch war da noch viel mehr, da er auch von seinem Studium und vielen weiteren persönlichen Alltagsdingen erzählt.
Wenn man an Psychologie denkt, kommte es einem immer sehr trocken vor, aber in diesem Buch wird das Thema durch die lustigen Kapitelüberschriften aufgelockert.
Desweiteren wird der Zuhörer oft und direkt angesprochen. Wenn ein etwas schwer zu verstehendes Thema angesprochen wird, lockert der Autor alles mit einem Beispiel auf, in dem ich als Zuhörer die Hauptrolle spielte. Somit ist alles sehr bildlich dargestellt, was alles davon abhält langweilig zu sein.
Obwohl es teilweise sehr philosophisch ist (wovon ich immer dachte, dass solche Bücher langweilig sind), lernt man echt viel über die Psyche und über das Verhalten des Menschen. Ich finde zum Beispiel den Teil mit den Lernmethoden wie der "Loki Methode" und der "Ersatzwortmethode" sehr hilfreich für mein eigenes Lernverhalten. Wer jetzt wissen will, das es mit diesen Methoden auf sich hat, hört am Besten selber mal in das Buch hinein :)
Der einzige wirkliche Kritikpunkt, der mir jetzt bei Hören aufgefallen ist, spricht mir gar nicht wirklich selber an. Es ist eher eine Warnung für potenzielle Leser/Zuhörer, die nicht so sehr an Psychologie interessiert sind, wie ich.
Das ganze ist wirklich sehr psychologielastig, wovon ich mir denken kann, das das weniger interessierten nicht so gefallen wird.


Fazit:

Ein schönes Hörbuch für Zwischendurch (da es eine gekürzte Fassung ist), wovon mir sehr viel im Kopf bleiben wird. Ich finde es immer wieder beeindruckend, wie Menschen Bücher schreiben können, aus denen man so viel lernt, die aber wiederum überhaupt gar nicht langweilig sind!
Ich würde dem Hörbuch 5 von 5 Sterne geben.


Sonntag, 25. Juni 2017

Rezension: Was andere Menschen Liebe nennen - David Levithan und Andrea Cremer

Wie weit gehst du für die Liebe? (Achtung: Teilweise Spoiler!)

 

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Was andere Menschen Liebe nennen 

Der 16- jährige Stephen fühlt sich wie der einsamste Mensch der Welt - und das mitten in New York City. Als er bei dem Nachbarsmädchen Liz eine nie gekannte Verbundenheit findet, entspinnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte, so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter. 

Niemals hätte ich gedacht, dass dieses Buch so tief in das Fantasy - Genre hineintaucht. Als Stephen anfangs davon erzählt, unsichtbar zu sein, dachte ich, er meint es im übertragenem Sinne. Also, dass er sich nur unsichtbar fühlt. Aber dem war nicht so. Aus der geglaubten Liebesgeschichte wurde eine Fantasystory.

Verlag: cbt
Seitenzahl: 412
Preis: 14,99€
Zum Buch :)

Über die Charaktere...

Stephen ist sehr ruhig und verschlossen, was ich angesichts der Tatsache, dass er unsichtbar und nicht im Kontakt mit Menschen geübt ist, vollkommen verstehe. Jedoch ist er mir teilweise einfach zu passiv. Ich mag den Charakterzweig an ihm, dass er immer Dinge in Fremde hineininterpretiert und anfangs hielt ich ihn für einen aufblühenden Charakter, jedoch nur in der Gegenwart von Liz.
Liz wird eigentlich nie Liz genannt, was ich seltsam finde, weil sie im Klappentext so vorgestellt wird. Wie dem auch sei, fande ich sie anfangs sehr kindlich gestaltet. Sie hatte immer diese Neigung wütend zu werden, jedoch sehe ich da eine große positive Entwicklung in ihrem Charakter.
Laurie, eigentlich 15 Jahre alt und Elisabeths kleiner Bruder, hat mich umgehauen. Er ist so lustig und hat immer einen Spruch auf Lager, um die Situation aufzulockern. Er ist einfach cool und ziemlich reif. Das ist es, was in mir ein Unbehagen hervorgerufen hat. Ich konnte diesen Jungen, der immer das Richtige gesagt hat, der so erwachsen ist, nicht in einen 15-jährigen Charakter hineinquetschen.

Meine Meinung zu der Story... 


(***Spoiler***)


Der Fantasyteil kam überraschend. Ich habe gar nicht damit gerechnet, weshalt ich ihn zu Anfang ziemlich cool fand. Jedoch wurde er zur Plage für mich. Irgendwie wurde die Romantik, die ich mir von diesem Buch erhofft hatte, von dem Fantasyanteil überdeckt und Momente zwischen den Liebenden wurden immer weniger.
Der Sichtwechsel zwischen Elisabeths und Stephens Geschichte hat mir gut gefallen, weil, auch wenn nie angekündigt wurde, wer da gerade sprach, konnte ich es erkennen, da jeder Charakter einen anderen Stil hatte.
Und um ehrlich zu sein, war ich ein bisschen enttäuscht über das offene Ende. Ich meine, die ganze Flüche-sache kam doch nur ins Rollen, weil alle wollten, dass Stephen wieder sichtbar für alle wird. Genau dafür hat Elisabeth doch auch trainiert, oder?
Aber am Ende war alles wie zuvor, Stephen ist nur für sie sichtbar und das Buch endet mit einem vagen Versprechen Elisabeths, dass sie Stephen irgendwann von dem Fluch befreien wird. Ich hätte mir ein Happy End gewünscht, in dem die beiden eine andere Möglichkeit finden, den Fluch zu lösen.

(***Spoiler zuende***)


Fazit: 

Für mich war dies eher eine Fantasy - Geschichte. Deshalb würde ich mich als erneuter Leser dieses Buches darauf einstellen. Nichtsdestotrotz war es eine sehr neue Geschichte, die ich bis jetzt nicht so gelesen habe. Die Charaktere haben mir gefallen, nur das Ende war nicht so mein Ding.
Aber eine Empfehlung für Romantasy - Fans.
Ich würde dem Buch 3 von 5 Sterne geben.

Samstag, 24. Juni 2017

Rezension: In unendlicher Ferne - Emylia Hall

Rezension: In unendlicher Ferne - Emylia Hall (Mit Spoiler!)

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Es gibt da so ein Gedicht von Rainer Maria Rilke. "Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort." Um es zusammenzufassen, geht es in dem Gedicht darum, dass Menschen für alles eine Bezeichnung brauchen und sie Dinge, die unbeschreiblich sind und einem das Wort rauben, nicht zulassen wollen.
Irgendwie war genau das der Gedanke bei diesem Buch. Die einfachen Worte schön oder unbeschreiblich können nicht ausdrücken, wie dieses Buch mich fühlen lässt.


 In unendlicher Ferne


Ein Küstenort in Cornwall. Eine Liebe wie Ebbe und Flut.

Der Küstenoft Merrin war Jagos Reich gewesen, lange bevor es auch zu ihrem wurde. Selbst nun, da er fort war, war er überall. Er war im rostig rotem Farngestrüpp und in den Windungen der Wege. Er war in jener Bucht, die sie Rockabilly nannte, in den perfekten Wellen und dem endlosen Meer in Blau und Grau und Grün und wieder Blau. Er war im Wiesengras und Meereswind. Er war sogar in ihrem Atelier...


Wie man vielleicht schon am Klappentext erkennen kann, hat dieses Buch einen unglaublich weichen und gleichzeitig lebendigen Schreibstil. Besonders, wenn die Natur beschrieben wird, fühlt sie sich wie etwas Lebendiges an. Das Meer und die Sehnsucht.

Verlag: btb
Seitenzahl: 476
Preis: 9,99€
Zum Nachlesen...

 Über die Charaktere...

Robyn ist ein Carakter, den ich mir schon lange erwünscht habe. Sie zieht mit ihren Eltern aus der Stadt in den Winzigen Ort Merrin und endeckt sofort die kleine, abgelegene Bucht, die sie Rockabilly nennt. Allein die Art, wie die Bucht beschrieben wird, hat in mir Sehnsucht erzeugt.
Robyn sammelt Dinge und ist so aufgeblüht. Ein abenteuerlustiger Charakter. Aber was sie mich so sehr lieben ließ, war ihre Entwicklung, die einfach vollkommen war. Von Anfang an, wollte sie nach London, in die große Stadt. Aber nachdem sie dann in London gelebt hat, wollte sie zurück nach Merrin. Nach dem Prinzip, dass man erst merkt, was man hatte, wenn man es nicht mehr hat. Auch ihre Leidenschaft fürs Malen entwickelte sich zwar erst später im Buch, hat mich aber vollkommen überzeugt.Ich will nicht ins Schwärmen geraten, aber jeder, der dieses Buch selber liest, wird verstehen, was ich meine.
Jago finde ich, trotz seiner ruhigen sentimentalen Art, aufregend. Seine Zweispältigkeit gegenüber dem Meer macht ihn zwar still, aber keineswegs langweilig. Und ich liebe seinen Hund Scout.


Meine Meinung...

 Das Cover und gerade die Beschreibung "Ein Cornwall - Roman" haben mir beinahe zugerufen: "Lies mich! Lies mich!"
Und der Prolog hat mir dann den Rest gegeben.
"Lebe im Sonnenschrein, schwimme im Meer und trinke die wilde Luft." 
(In unenlicher Ferne, Emylia Hall, btb)

Trotzdem gibt es auch einige Winzigkeiten, die mir an dem Buch nicht ganz so sehr gefallen haben. Zum einem weiß man schon durch den Prolog, der nach dem oben genannten Zitat kommt, dass eine Trennung kommen wird. Trotzdem hat mir das nicht die Motivation am Lesen genommen, was es mir bei einem anderen Schreibstil bestimmt genommen hätte.
Zudem passiert ziemlich lange nichts zwischen Robyn und Jago, was bestimmt daran liegt, das Jago mir an einigen Stellen zu introvertiert war.
Außerdem war die Trennung zwischen Eliot und Robyn zu erwarten, hat aber lange auf sich warten lassen und wurde letztenendes für meinen Geschmack zu schnell abgespeist.


Fazit...

Neben dem lebendigen wunderschönen Schreibstil hat mir auch der Sichtwechsel zwischen Jago und Robyn sehr gut gefallen. Alles in allem ist dieses Buch, trotz der Dinge, die mir nicht gefallen haben, so vollkommen, wie es kein anderes Buch seit langer Zeit mehr war.
Ich würde dem Buch 10 von 5 Sternen geben. :D 

Freitag, 23. Juni 2017

Bücher, die ich mit in den Urlaub nehmen werde...


1. Das verlorene Labyrinth - Kate Mosse

 

 
 

Ein Buch, das ich ausgesucht habe, weil Tom Felton in dem Film mitspielt. Ach ja, die Oberflächlichkeit erreicht ihr höchstes Level :D


2. Die Stunde des Samurai - Takashi Matsuoka 



Ich habe neulich den Film "Der letzte Samurai" gesehen und jetzt wollte ich auch einmal ein Buch darüber lesen.


3. Armada - Ernest Cline 


Armada

 


Als ich "Ready Player One" gelesen habe, stand fest, dass ich auch das zweite Buch von Ernest Cline lesen würde. Gekauft in England in einem Shop in Londern bei Covent Garden.


4. Die Frau des Zeitreisenden - Audrey Niffenegger




Ich habe den Film gesehen und viele haben mir erzählt, dass dieses Buch grandios sein soll.

 

5. Briefe in die chinesische Vergangenheit - Herbert Rosendorfer


 Coverbild Briefe in die chinesische Vergangenheit von Herbert Rosendorfer, ISBN-978-3-423-21173-4


Ein Mängelexemplar, an dem ich einfach nicht vorbei gehen konnte...


6. Dolce Vita für Fortgeschrittene - Dori Mellina


Ein Rezensionsexemplar vom Bloggerportal :)  
Rezension im Progress...


7. Du sollst nicht lügen - Jürgen Schmieder


 Du sollst nicht lügen!


Ein weiteres Mängelexemplar, das einfach meine Aufmermerksamkeit auf sich gezogen hat.


8. Auf die harte Tour - Charley Boorman


 


Ein Exemplar bei Rebuy entdeckt und sofort verliebt.


9. Die Abenteuer des Arthur Gordon Pym


Ein adoptierter Rebuy - Schatz.


10. Bis ans Ende aller Tage - Jodi Picoult 


Nachdem ich "Zwischen den Zeilen" von Jodi Picoult gelesen habe, warge ich mich 
auf ein Neues an ein Buch von ihr.


 11. Zwischen jetzt und immer - Sarah Dessen


Ein bisschen Liebe muss sein :)


 12. Zehn Gründe, die todsicher fürs Leben sprechen - Albert Borris


Habe ich bei einer Booktuberin gesehen.


13. Moby Dick - Herman Melville


Ich mag es sehr gerne Klassiker zu lesen. In der Serie "Gilmore Girls" wurde dieses
Buch einige Male erwähnt.


14. Die Kunst, allein zu reisen - Katrin Zita


Ich möchte gerne lernen, wie man alleine Reist.


15. Was andere Menschen Liebe nennen - David Levithan und Andrea Cremer

Ein weiteres Rezensionsexemplar aus dem Bloggerportal.




Donnerstag, 22. Juni 2017

Rezension: Mein Leben als Zucchini - Gilles Paris

Rezension: Mein Leben als Zuccini - Gilles Paris 

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Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein!

Mein Leben als Zucchini 

Zu diesem Schluss kommt der kleine Icare, Spitzname Zucchini, als er nach dem tragischen Tod seiner Mutter in ein Kinderheim eingewiesen wird. Zum ersten Mal findet Zucchini Freunde - und entdeckt, dass das Leben trotz trauriger Erlebnisse unglaublich witzig, bunt und aufregend sein kann.


Inhalt in eigenen Worten, ohne zu spoilern:

Leicht gesagt, geht es um den kleinen Icare, der nach dem Tod seiner Mutter, die Alkoholikerin war und nur vor dem Fernsehr saß, in ein Waisenhaus kommt. Dort lernt er Simon, Ahmet, Alice, Jujube, Beatrice und vor allem Camille kennen.
Um ehrlich zu sein, kann man zu dem Inhalt gar nicht so viel sagen, denn es ist so einmalig, diese Geschichte des kleinen Zucchini mitzuerleben, dass es eine Schande wäre, auch nur einen winzigen Teil von dem, was der kleine Franzose erlebt, zu spoilern.

Verlag: KNAUS
Seitenzahl: 236
Preis: 14,99€

Wie dieses Buch meine Aufmerksamkeit erregte:

Ganz klar, das provokative Zitat "Nicht jeder hat das Glück ein Waisenkind zu sein" kling ziemlich harsch. Eigentlich sogar falsch. Zudem ist das Cover dieses Buches einmalig gestaltet mit den Figuren, die aussehen, als wären sie aus Knete gemacht.

Meine Meinung zu dem Buch:

Von Anfang an ist mir der kindliche Stil, in dem Zucchini die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt, aufgefallen, der teilweise sehr amüsant, aber auch schockierend war. Beispielsweise, als Zucchinis Mutter starb und er davon erzählt hat, als würde sie noch leben.
Lustig wurde es an Stellen, wo Zucchini zum Beispiel alles was die Erwachsenen sagen, wörtlich nimmt. Dass sein Vater nach den Worten seiner Mutter mit "einer dummen Gans" abgehauen ist, kann er nicht verstehen, da er Gänse gar nicht mag.
Es gibt keinen richtigen roten Faden, aber es ist interessant zu hören, warum die anderen Kinder im Waisenhaus sind und wie die Beziehung zwischen Zucchini und Raymond, der der Officer ist, der Zucchini in das Waisenhaus brachte, entwickelt.
Das Buch ist nicht in Kapitel unterteilt, sondern in Absätzen geschrieben, was es sehr leicht zum Lesen macht.
Die Geschichte ist rund. Das bedeutet, dass die Geschichte damit anfängt, dass Zucchini den Himmel töten möchte, am Ende diese Aussage jedoch zurückzieht. (Mehr kann ich zu diesem Rund-Sein nicht sagen, da ich sonst spoilern würde.)


Fazit:

Ein schönes Buch. Ich bin gespannt, wie sie es in dem Film umgesetzt haben. Ich empfehle es für Leser und Leserinnen, die gerne Geschichten aus der Sicht von Kindern lesen.
Ich würde dem Buch 5 von 5 Sterne geben.















Freitag, 16. Juni 2017

Rezension: Der Psychologe - Gabriel Rolón

Rezension: Der Psychologe - Gabriel Rolón

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Die Wahrheit kennt viele Gesichter.

 Der Psychologe

Ein Psychologe wird in ein Verbrechen hineingezogen, das sich bis in die höchsten Kreise von Buenos Aires zieht.

Inhalt: 
Der Kriminalroman handelt von dem Psychoanalytiker Pablo Rouviot. Eines Tages taucht die junge Paula Vanussi in seiner Praxis auf und bittet um ein psychologisches Gutachten. Pablo soll bescheinigen, dass Paulas Bruder Javier, der seit frühester Kindheit an schweren Persönlichkeitsstörungen leidet, schuldunfähig ist, als er seinen Vater tötete.

Seitenzahl: 379

Verlag: btb

Preis: 9,99€

Über den Autoren:
Gabriel Rolón, geboren 1961 in Buenos Aires, studierte Psychologie und avancierte in kürzester Zeit zum bekantesten Analytiker Argentiniens.

Über das Äußere:
Ein auf den ersten Blick schlichtes Cover, was jedoch, wenn man genau hinsieht, das Thema der Geschichte widerspiegelt. Die Schrift, in der der Titel "Der Psychologe" geschrieben ist, scheint ein wenig verwaschen und durch die Schatten verwirrend. Auch der Hintergrund, in dem sich einer Stadt, wahrscheinlich Buenos Aires, erkennen lässt, ist verschwommen.
Ich finde, diese Aufmachung passt sehr sehr gut zu dem Thema Psychologie und Analyse.
Die Tatsache, dass der Klappentext so unglaublich kurz und überhaupt gar nicht aussagekräftig ist, hat dieses Buch für mich so spannend gemacht. Ich kenne viele Bücher, in denen sofort im Klappentext schon die halbe Geschichte erzählt wird. Das ist hier nicht der Fall. Dezent und einfach, dafür aber nervenaufreibend.
Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt, was die einzelnen Kapitel sehr kurz macht. Ich finde, dass die Kürze der Kapitel sehr erfrischend ist.

Meinung:
Eigentlich hasse ich Kriminalromane. In mir schlummert noch immer dieses Klichee von einem besonders schlechtem Kriminalroman, der mir nicht gefallen hat. Da ich wirklich Interesse an dem Thema Psychologie habe, wagte ich mich dann doch noch an dieses Buch.
Und siehe da! Es hat mir sehr sehr gut gefallen. Die Art und Weise, wie man in Pablos Kopf gucken und seine Denkanstöße verfolgen konnte, hat mich sehr begeistert. Desweiteren gab es keine ewig lange Einleitung, sondern der Hauptaspekt, der hier die Ermordnung des Herrn Vanussis, wurde sofort angeführt und während des ganzen Buches nicht mehr losgelassen. Somit wurde auch der Täter, von dem es oft einige kurze Paragraphe als Gedanken gab, erst auf einer der allerletzten Seiten entlarvt.
Was mich ein wenig genervt hat, war, dass fast jede Frau, die in diesem Buch vorkam, mit dem Adjektiv "wunderschön" beschrieben wurde. Aber das ist ja nur Detailarbeit.
Apropos Detailarbeit: Irdendwie hat mich die Denkweise von Pablo ein wenig an Sherlock Holmes erinnert.

Fazit: Für Leute mit Interesse an Psychologie ein absolutes Muss. Ich würde dem Buch 5 von 5 Sternen geben.
















Samstag, 10. Juni 2017

Rezension: Die Katzen von Montmartre - Tessa Korber

Rezension: Die Katzen von Montmartre - Tessa Korber 

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Ermittler auf leisen Pfoten über den Dächern von Paris.

 Die Katzen von Montmartre

Mein Name ist Bonnard. Ich wohne auf dem Friedhof von Montmartre. Hier enden die Geschichten nicht nur, es fangen auch wlche an.

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré - Coeur hinaufführen. Die katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mir ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem Plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Wie tief müsen die Katzen in die Geschichte von Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Verlag: btb
Seitenzahl: 253
Preis: 9,99€

Erster Eindruck: 

Ich finde es toll eine Geschichte zu lesen, die aus der Perspektive eines Tieres geschrieben ist - oder in diesem Fall, aus der Perspektive mehrer Katzen.
Es fühlt sich an, als wäre man als Leser wirklich da, wenn die Geschichte aus Bonnards Sicht erzählt wird, da er einen unter anderem dazu auffordert, ihn zu streicheln. Desweiteren wird viel mehr Wert auf das Gerochene gelegt, was in einer Geschichte, die ein Mensch erzählt, völlig außen vor bleibt.
Natürlich ist dieser Kriminalroman auch ein wenig in die Richtung Fantasy gehend, da Katzen in Realität die Farben von zum Beispiel einem Gemälde nicht so wahrnehmen, wie Menschen, es hier bei einigen Szenen jedoch außer Acht gelassen wird, was ich trotzdem vollkommen in Ordnung finde.

Allgemeine Meinung:

Es wird die Liebe der Autorin zu der Stadt sehr gut deutlich, so detailiert und liebevoll sie das Pariser Künstlerviertel mit all seinen Personen beschreibt.
Anfangs war es für mich schwierig, dass die Perspektive so oft gewechselt hat, mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt.
Der Schreibstil ist flüssig und ändert sich jedes Mal ein wenig, wenn sie Perspektive wechelt.

Fazit: Ein Muss für Katzenliebhaber und eine Empfehlung für Parisfans.
Ich würde dem Buch 4 von 5 Sterne geben.
























Rezension: Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands - Salvatore Basile

Rezension: Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstandes - Salvatore Basile

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Ein junger Mann, der vergessen hat, was es heißt, geliebt zu werden. Eine junge Frau, die einen Pakt mit dem Schicksal geschlossen hat - gemeinsam überwinden sie alle Hinder nisse und holen sich die Hoffnung zurück.

 Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

 Nur wer sich verliert, kann sich auch finden.


Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein - und ausfahrenden Zog einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart, denn Gegenstände verraten einen nicht, und sie brechen auch kein Versprechen.
Doch dann begegnet ihm Elena, die seinen Alltag wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus der selbst gewählten Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter mitgenommen hat, als sie vor über zwanzig Jahren spurlos verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die alles verändern wird...

Verlag: blanvalet
Seitenzahl: 348
Preis: 19,99€

Wie dieses Buch meine Aufmerksamkeit erregte... 

Ich bin im Moment sehr auf Bücher fixiert, die aus anderen Ländern kommen oder sogar dort spielen.
Ich liebe es durch über andere Länder zu lernen, weil es sich jedes Mal ein bisschen so anfühlt, als hätte ich eine kurze Reise in besagtes Land gemacht.
Außerdem hat der Titel mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ohne mir wirklich den Inhalt durchgelesen zu haben, wusste ich, dass dieses Buch zu mir passen könnte.

Die Charaktere... 

Der Protagonist Michele war mir sehr suspekt. Dadurch, dass er so wenig wie möglich gesprochen hat, hat sich das Buch sehr durch Beschreibungen gezogen. Er wirkte wirklich langweilig, was sich erst spät in der Geschichte änderte.
Gegen Ende konnte man wirklich eine unglaubliche Entwicklung seines Charakters sehen, wie sehr ihn diese Reise auf der Suche nach seiner Mutter geprägt hat.
Trotzdem war er mir viel zu naiv und schüchtern. Ich habe ihn auch nicht wie einen Dreißigjährigen gesehen, sondern von seinem Charakter viel viel älter eingeschätzt.
Elena hat wieder Farbe in das Buch gebracht (worwörtlich, wenn man auf ihre Theorie der Farben in Menschen zurück denkt). Sie war sehr offen und ich kann immer noch nicht verstehen, wie sie sich in Michele verlieben konnte, wo er doch so anwesend, schüchtern und still war.
Nichtsdestotrotz hatte auch sie ihr Makel (die Sache mit Milú), was jedoch noch einen Plottwist gegen Ende der Geschichte hinzugefügt hat.
Elena war mir größtenteils sehr sympatisch und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, wenn sie traurig darüber war, dass Michele nicht sah, dass sie sich in ihn verliebt hat. (Was mich übrigens oft ziemlich aufgeregt hat, dass er so blind war.)

Wie das Lesen voranging...

Würde ich sagen, dass ich das Buch verschlungen habe, wäre das eine Lüge. Durch den leicht schleppenden Schreibstil, der nur aufgelockert wurde, wenn Michele auf Menschen traf, hat es sich sehr gezogen. Nachdem ich angefangen habe zu lesen, konnte ich nicht mehr als ein paar Kapitel auf einmal lesen. Die einzige Sache, die die Geschichte ein bisschen aufgezogen hat, war die Suche nach Micheles Mutter und die Frage, ob er sie am Ende wirklich findet.
Als ich bei ungefähr einem Drittel der Geschichte war, habe ich das Buch zugeklappt und erst einmal für eine lange Zeit vergessen.
Als ich schließlich weitergelesen habe, bin ich schnell wieder hereingekommen und habe alles auf einen Schlag beendet.
Ich finde Micheles Reise nicht besonders aufregend, jedoch das Ende. Es sind so viele Sachen passiert, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie die Geschichte noch einmal positiver darstehen lassen können.
Auch eine Moral hat der Autor Salvatore Basile einfließen lassen, die man sehr gut an Micheles Charakterentwicklung ablesen konnte.
Auch das Lesezeichen, das ich für dieses Buch benutzt habe, passt sehr gut zu dem Konzept der Geschichte. Auf ihm stand: Before Alice got to Wonderland she had to fall...

Wenn ich das Buch jetzt in mein Regal stelle, würde ich es nochmal lesen?

Wahrscheinlich nur überfliegen, um zu gucken, ob die Geheimnisse, die sich am Ende gelüftet haben, schon vorher Hinweise gelegt haben, die ich nur nicht verstehen konnte.

Fazit:

Das Buch ist ein schöner Antrieb für solche, die denken, das Leben wäre langweilig. Gerade Elenas Motto, jeden Tag glücklich zu leben, spielt hierbei eine wichtige Rolle.
Leser, die nach einem aufregendem Reiseabenteuer durch Italien suchen, wären hierbei jedoch auf der falschen Fährte. Es ist ein ruhiges Buch, was jedoch schon ein paar Geheimnisse im Petto hat.
Auch die Tatsache, dass Michele viele Menschen auf seiner Reise trifft, die alle unterschiedlich sind,
haben alles noch einmal ins Positive gewendet.
Ich würde dem Buch 2 von 5 Sternen geben.



























Rezension: Die Schule der Nacht - Ann A. McDonald

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