Freitag, 16. Juni 2017

Rezension: Der Psychologe - Gabriel Rolón

Rezension: Der Psychologe - Gabriel Rolón

💓💓💓💓💓

Die Wahrheit kennt viele Gesichter.

 Der Psychologe

Ein Psychologe wird in ein Verbrechen hineingezogen, das sich bis in die höchsten Kreise von Buenos Aires zieht.

Inhalt: 
Der Kriminalroman handelt von dem Psychoanalytiker Pablo Rouviot. Eines Tages taucht die junge Paula Vanussi in seiner Praxis auf und bittet um ein psychologisches Gutachten. Pablo soll bescheinigen, dass Paulas Bruder Javier, der seit frühester Kindheit an schweren Persönlichkeitsstörungen leidet, schuldunfähig ist, als er seinen Vater tötete.

Seitenzahl: 379

Verlag: btb

Preis: 9,99€

Über den Autoren:
Gabriel Rolón, geboren 1961 in Buenos Aires, studierte Psychologie und avancierte in kürzester Zeit zum bekantesten Analytiker Argentiniens.

Über das Äußere:
Ein auf den ersten Blick schlichtes Cover, was jedoch, wenn man genau hinsieht, das Thema der Geschichte widerspiegelt. Die Schrift, in der der Titel "Der Psychologe" geschrieben ist, scheint ein wenig verwaschen und durch die Schatten verwirrend. Auch der Hintergrund, in dem sich einer Stadt, wahrscheinlich Buenos Aires, erkennen lässt, ist verschwommen.
Ich finde, diese Aufmachung passt sehr sehr gut zu dem Thema Psychologie und Analyse.
Die Tatsache, dass der Klappentext so unglaublich kurz und überhaupt gar nicht aussagekräftig ist, hat dieses Buch für mich so spannend gemacht. Ich kenne viele Bücher, in denen sofort im Klappentext schon die halbe Geschichte erzählt wird. Das ist hier nicht der Fall. Dezent und einfach, dafür aber nervenaufreibend.
Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt, was die einzelnen Kapitel sehr kurz macht. Ich finde, dass die Kürze der Kapitel sehr erfrischend ist.

Meinung:
Eigentlich hasse ich Kriminalromane. In mir schlummert noch immer dieses Klichee von einem besonders schlechtem Kriminalroman, der mir nicht gefallen hat. Da ich wirklich Interesse an dem Thema Psychologie habe, wagte ich mich dann doch noch an dieses Buch.
Und siehe da! Es hat mir sehr sehr gut gefallen. Die Art und Weise, wie man in Pablos Kopf gucken und seine Denkanstöße verfolgen konnte, hat mich sehr begeistert. Desweiteren gab es keine ewig lange Einleitung, sondern der Hauptaspekt, der hier die Ermordnung des Herrn Vanussis, wurde sofort angeführt und während des ganzen Buches nicht mehr losgelassen. Somit wurde auch der Täter, von dem es oft einige kurze Paragraphe als Gedanken gab, erst auf einer der allerletzten Seiten entlarvt.
Was mich ein wenig genervt hat, war, dass fast jede Frau, die in diesem Buch vorkam, mit dem Adjektiv "wunderschön" beschrieben wurde. Aber das ist ja nur Detailarbeit.
Apropos Detailarbeit: Irdendwie hat mich die Denkweise von Pablo ein wenig an Sherlock Holmes erinnert.

Fazit: Für Leute mit Interesse an Psychologie ein absolutes Muss. Ich würde dem Buch 5 von 5 Sternen geben.
















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