Sonntag, 25. Juni 2017

Rezension: Was andere Menschen Liebe nennen - David Levithan und Andrea Cremer

Wie weit gehst du für die Liebe? (Achtung: Teilweise Spoiler!)

 

💓💓💓


Was andere Menschen Liebe nennen 

Der 16- jährige Stephen fühlt sich wie der einsamste Mensch der Welt - und das mitten in New York City. Als er bei dem Nachbarsmädchen Liz eine nie gekannte Verbundenheit findet, entspinnt sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte, so traumhaft schön wie der Sommer, aber gleichzeitig auch so bedrohlich wie ein nahendes Unwetter. 

Niemals hätte ich gedacht, dass dieses Buch so tief in das Fantasy - Genre hineintaucht. Als Stephen anfangs davon erzählt, unsichtbar zu sein, dachte ich, er meint es im übertragenem Sinne. Also, dass er sich nur unsichtbar fühlt. Aber dem war nicht so. Aus der geglaubten Liebesgeschichte wurde eine Fantasystory.

Verlag: cbt
Seitenzahl: 412
Preis: 14,99€
Zum Buch :)

Über die Charaktere...

Stephen ist sehr ruhig und verschlossen, was ich angesichts der Tatsache, dass er unsichtbar und nicht im Kontakt mit Menschen geübt ist, vollkommen verstehe. Jedoch ist er mir teilweise einfach zu passiv. Ich mag den Charakterzweig an ihm, dass er immer Dinge in Fremde hineininterpretiert und anfangs hielt ich ihn für einen aufblühenden Charakter, jedoch nur in der Gegenwart von Liz.
Liz wird eigentlich nie Liz genannt, was ich seltsam finde, weil sie im Klappentext so vorgestellt wird. Wie dem auch sei, fande ich sie anfangs sehr kindlich gestaltet. Sie hatte immer diese Neigung wütend zu werden, jedoch sehe ich da eine große positive Entwicklung in ihrem Charakter.
Laurie, eigentlich 15 Jahre alt und Elisabeths kleiner Bruder, hat mich umgehauen. Er ist so lustig und hat immer einen Spruch auf Lager, um die Situation aufzulockern. Er ist einfach cool und ziemlich reif. Das ist es, was in mir ein Unbehagen hervorgerufen hat. Ich konnte diesen Jungen, der immer das Richtige gesagt hat, der so erwachsen ist, nicht in einen 15-jährigen Charakter hineinquetschen.

Meine Meinung zu der Story... 


(***Spoiler***)


Der Fantasyteil kam überraschend. Ich habe gar nicht damit gerechnet, weshalt ich ihn zu Anfang ziemlich cool fand. Jedoch wurde er zur Plage für mich. Irgendwie wurde die Romantik, die ich mir von diesem Buch erhofft hatte, von dem Fantasyanteil überdeckt und Momente zwischen den Liebenden wurden immer weniger.
Der Sichtwechsel zwischen Elisabeths und Stephens Geschichte hat mir gut gefallen, weil, auch wenn nie angekündigt wurde, wer da gerade sprach, konnte ich es erkennen, da jeder Charakter einen anderen Stil hatte.
Und um ehrlich zu sein, war ich ein bisschen enttäuscht über das offene Ende. Ich meine, die ganze Flüche-sache kam doch nur ins Rollen, weil alle wollten, dass Stephen wieder sichtbar für alle wird. Genau dafür hat Elisabeth doch auch trainiert, oder?
Aber am Ende war alles wie zuvor, Stephen ist nur für sie sichtbar und das Buch endet mit einem vagen Versprechen Elisabeths, dass sie Stephen irgendwann von dem Fluch befreien wird. Ich hätte mir ein Happy End gewünscht, in dem die beiden eine andere Möglichkeit finden, den Fluch zu lösen.

(***Spoiler zuende***)


Fazit: 

Für mich war dies eher eine Fantasy - Geschichte. Deshalb würde ich mich als erneuter Leser dieses Buches darauf einstellen. Nichtsdestotrotz war es eine sehr neue Geschichte, die ich bis jetzt nicht so gelesen habe. Die Charaktere haben mir gefallen, nur das Ende war nicht so mein Ding.
Aber eine Empfehlung für Romantasy - Fans.
Ich würde dem Buch 3 von 5 Sterne geben.

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