Sonntag, 27. Mai 2018

Der Serienkiller, der keiner war und die Psychotherapeuten, die ihn schufen - Dan Josefsson

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 Der Serienkiller, der keiner war 

Die unglaubliche Geschichte des Mannes, der als gefährlichster Serienkiller Schwedens galt.
Der schwedische Drogenhändler und Kleinkriminelle Sture Bergwall wird Anfang der 90er Jahre in die forensische Abteilung einer der größten psychiatrischen Kliniken des Landes eingewiesen. Unter dem Einfluss seiner Therapeuten gesteht er eine Vielzahl von Morden und wird verurteilt. Doch nichts davon ist wahr - einer der größten Justizskandale der Geschichte.

Verlag: btb
Seitenzahl: 590, wobei die Literaturliste im Anhang bei Seite 561 beginnt
Preis: 12€

Zum Cover: 

Auf dem Cover sieht man einen weißen Wald vor schwarzem Hintergrund. Es sieht aus, als würden die Bäume mit einer hellen Taschenlampe angeleuchtet werden, was mir sehr gut zu dieser Art Buch zu passen scheint. Der Titel und Untertitel sind in herausstehenden Buchstaben gedruckt, sodass man sie fühlen kann, wenn man über das Cover streicht. Das Rot im Titel scheint das eigentliche Wort "Serienkiller" nochmal bedrohlicher hervorstehen zu lassen.
Alles in allem ist das Cover schlicht gehalten, aber es verleiht dem Betrachter eine gewisse Neugier, das Buch zu lesen. 

Meine ersten Gedanken:

Das Buch erinnert mich sehr an "Von Mr. Holmes zu Sherlock" von Mattias Boström, das ich auch schon einmal vorgestellt habe. Eigentlich ist es sogar vom gleichen Verlag und das Cover ist diesem sehr ähnlich.  


Von Mr. Holmes zu Sherlock

 Auch die Art des Buches ist nahezu vergleichbar. Es ist sehr sehr sehr sehr viel recherchiert worden. Bei Dan Josefssons Buch gibt es sogar eine ellenlange Literaturliste und Fußnoten, die dahin führen und jeden Fakt beweisen, der im Buch aufgegriffen wird.
Mattias Boströms Buch war spannend, weil ich mehr über Sherlock erfahren wollte, jedoch habe ich sehr lange daran zu beißen gehabt, weil es sehr detailliert und lang war. 
Dan Josefssons Buch hat mich zuerst interessiert, weil ich an Psychotherapie interessiert bin und wissen wollte, wie sie den Mann dazu gebracht haben, die Morde zu gestehen, ohne, dass er sie überhaupt begangen hat.
Bis dahin bin ich leider nicht gekommen. Ich habe den ersten Teil gelesen (es ist in 3 unterschiedlich lange Teile aufgeteilt) und musste es abbrechen. Es gab unterschiedliche Gründe, warum dieses Buch und ich nicht bis zum Ende gehen konnten. Erstmal, was an mir liegt, hat mich die Neugier überzeugt. Dabei habe ich nicht daran gedacht, dass ich eigentlich keine Thriller mag und dieses Buch nicht als Thriller angesehen. Was es ja auch nicht wirklich ist.
Es ist mehr eine Nacherzählung von dem Justizskandal mit erzählerischen Elementen. Damit kam ich nicht wirklich klar. Die vielen sachlich recherchierten Aspekte haben mich aus dem Lesefluss gebracht. Da hat mich nicht einmal die Neugier, wie die Therapeuten das geschafft haben, überzeugen können ,weiterzulesen.
Das tut mir sehr Leid, weil das Buch wirklich lang ist und Dan Josefsson so viel Arbeit darein gesteckt haben muss. Ebenso war der Teil, den ich gelesen habe, stellenweise wirklich ekelerregend, sodass ich nicht weiterlesen konnte oder einige Teile überspringen musste. 
Ich möchte nicht wirklich auf den genauen Part eingehen, jedoch wurden Mord und Vergangenheit ziemlich detailliert beschrieben, so wie alles andere auch in diesem Buch.
Ein weiterer Aspekt, der mich vom Weiterlesen abgehalten hat, war, dass vieles im Konjunktiv und in "Häkchen" geschrieben wurde, weil es Meinungen oder Aussagen waren, die zitiert wurden. 
Fast schon wie eine wissenschaftliche Arbeit und keine Erzählung.

Fazit: 

Ich habe dieses Buch nicht zuende gelesen. Nicht mal annährend. Deshalb kann ich keine richtige Meinung dazu abgeben. Ich kann nur das kommentieren, was ich bis jetzt gelesen haben und zu mir hat es nicht gepasst. Das heißt nicht, dass andere es nicht in one sitting durchlesen könnten. 
Es war einfach nicht meine Art Buch, aber ich finde es gut, dass ich hineingelesen habe, denn jetzt weiß ich, dass diese Art Bücher nichts für mich sind.


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